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Arbeitskreis Geschichtswerkstatt  Bahrenborstel - Holzhausen

Irmgard Krebs

Im Hinblick auf das 700jährige Jubiläum der Gemeinde Bahrenborstel im Jahre 2010, hatten sich erstmals 2004 einige interessierte Bürgerinnen und Bürger zusammen gefunden, um über ein Buch oder eine Chronik zu diesem Anlass nachzudenken

Der Plan fand schnell sehr viel Anklang und in Absprache  mit Bürgermeister Heinz Albers wurde beschlossen, ein Buch zur Dorfgeschichte zu erarbeiten.

Erfreut zeigte sich der Arbeitskreis über die Bereitschaft von Samtgemeindearchivar Werner Böckelmann  die Bahrenborsteler bei der Erstellung des Buches zu unterstützen.

In Zusammenarbeit mit dem Leiter der VHS Gerhard Kropf, wurde somit im Dezember 2007 die Geschichtswerkstatt, unter der Kursleitung von Werner Böckelmann gegründet.

Seit dieser Zeit trifft sich allmonatlich die kleine Gruppe von 19 Personen in dem Hofcafe Bredemeier, um die Geschichte von Bahrenborstel und Holzhausen aufzuarbeiten und die Recherchen bis dato zu sichten.

Mühselig und zeitaufwendig war die Arbeit, die geschichtlichen Geheimnisse in Form von Bildern und alten Unterlagen, sowie Aktenbestände von den Höfen und Einwohnern beider Dörfer, ans Tageslicht zu bringen.

Was hatte es z.B. mit dem Heidplaggen in Bahrenborstel auf sich und war die dreigeteilte alte Eiche, die in Holzhausen steht, eventuell ein Thingbaum?

Um 700 Jahre Dorfgeschichte aufarbeiten zu können, wurde die kleine Gruppe zu versierten Spurenlesern. Die „Altgeschichte“ der ersten 600 Jahre musste in den umliegenden Archiven recherchiert werden.

Dabei war der Archivar Werner Böckelmann eine unschätzbare Hilfe. Er konnte Sütterlin lesen und kannte sich in den Archiven aus und wusste der vergessenen Geschichte auf die Spur zu kommen und sie zu dokumentieren. 

Der Besuch im Staatsarchiv in Hannover brachte   manches zum Vorschein. Wie z.B. die große  Feuersbrunst 1714 in Bahrenborstel oder die Auswanderungswelle im 19.Jahrhundert.

Akribisch wurden die Hofstellen von 1852-1952 ermittelt und die alten Hausansichten, in Form von Bildern dazu gesammelt.

Die Gefallenen Listen der beiden Weltkriege und das Tagebuch von Hermann Dummeyer über die letzten Wochen des 2. Weltkrieges in Bahrenborstel, sind in dem Buch schriftlich erfasst worden. 

Jede Menge lebendige Dorfgeschichte der letzten hundert Jahre sollte in das Buch einfließen, deshalb wurde mit vielen älteren Dorbewohnern gesprochen, um ihre Erinnerungen schriftlich festzuhalten und bewahren zu können 

Auf so manche Spur ist der Arbeitskreis dabei gestoßen und freute sich immer wieder über die positive Resonanz und das Interesse von Seiten der Dorfbewohner. 

Die Anzahl der Stunden, die zusammen mit Werner Böckelmann in die Aufarbeitung der Geschichte investiert wurde, sind ungezählt und nur mit einem Schulterklopfen zu bezahlen.

Etwa 800 Bilder, unzählige Dokumente, Akten und Urkunden aus längst vergangenen Tagen wurden zusammengetragen, bearbeitet und digital erfasst. Auch wenn sie nicht alle in dem Buch Platz finden, so sind sie doch für folgende Generationen bewahrt und werden bei der 700 Jahrfeier in der Schule ausgestellt und zu sehen sein.

Der Arbeitskreis hat in dem Buch auch versucht eine Brücke in die jetzige Zeit und in das heutige Dorfleben zu bauen. Deshalb wurden die Vereine, Verbände, Betriebe und Berufsstände beider Dörfer angesprochen, um ihren eigenen Bericht abzugeben, und sich damit im dem Buch vorstellen zu können.

Der Jubiläumskalender mit den historischen Bildern, ist von dem Arbeitskreis schon herausgegeben und erstmals bei der Einweihung des Bürgerwaldes in Bahrenborstel verkauft worden. Er fand großes Interesse und Anklang bei allen Bewohnern.

In dem Buch zur Dorfgeschichte sollen sich möglichst viele Menschen und Familien wieder finden und erkennen können und mit den Beiträgen wird den jetzigen Bürgern ein lebendiger Überblick verschafft, wie unsere Vorfahren einst gelebt und gearbeitet haben.

Unter dem Motto „Was heute passiert, ist morgen schon Geschichte“,

soll in Text und Bild aufgearbeitet werden, wie sich die Dörfer Bahrenborstel und Holzhausen im Wandel der Zeit entwickelt haben und sich heute darstellen.


Alte Hausinschriften in Bahrenborstel

Tecklenborg